Es gibt Bauwerke der Eisenbahngeschichte, die sofort ins Auge stechen – das Brückenstellwerk HSF des ehemaligen Rangierbahnhofs Hohenbudberg (Krefeld/Duisburg) gehört definitiv dazu.
Das Modell habe ich mit Fusion 360 im Maßstab H0 (1:87) für den 3D-Druck konstruiert und bei thingiverse.com im STL-Format in all seinen Einzelteilen für nichtkommerzielle Zwecke zum kostenlosen Download bereitgestellt.



Das Vorbild: Architektur und Geschichte von HSF
Das Stellwerk HSF (Hohenbudberg Süd Fahrdienstleiter) war Teil eines der einst größten und bedeutendsten Rangierbahnhöfe Europas. Erbaut in der Blütezeit der preußischen Staatseisenbahnen, prägte das Gebäude jahrzehntelang das Bild der riesigen Gleisanlagen am Niederrhein.
Die architektonischen Besonderheiten:
- Platzeinsparende Brückenbauweise: Da im dicht belegten Gleisfeld des Rangierbahnhofs kaum Raum für ein massives Fundament blieb, überspannte das Stellwerk die Gleise mit einer stählernen Fachwerkkonstruktion. Der Fahrdienstleiter saß somit direkt über dem Geschehen.
- Massiver Kopfbau: An einer Seite stützt sich die Stahlbrücke auf ein mehrstöckiges, gemauertes Gebäude ab, das Nebenräume, Treppenaufgänge und Spannwerksräume beherbergte.
- Fachwerk & Walmdach: Das eigentliche Stellwerksgeschoss auf der Brücke kombiniert klassischen Fachwerkbau mit großen Fensterfronten für rundum freie Sicht auf die Rangierfahrten. Abgerundet wird die Optik durch ein markantes Walmdach.
- Mechanische Stellwerkstechnik: Von HSF aus wurden Signale und Weichen über Drahtzugleitungen gestellt, was dem Gebäude seine typischen Außenanbauten wie Seilzugkanäle und Signalausleger verlieh.
Mit der Stilllegung und dem Rückbau des Rangierbahnhofs Hohenbudberg verlor auch das Stellwerk seine Funktion und wurde schließlich abgerissen. Umso reizvoller ist es, diesen architektonischen Klassiker im Modell wieder aufleben zu lassen.
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